79.000 Südtiroler/-innen für mehr Bewegung mobilisiert
Initiativen der Stiftung Vital erfolgreich/Noch zu viele Bewegungsmuffel
Der innere Schweinehund, den es zu überwinden gilt, um gesund zu bleiben, war ein Jahr lang das Leitmotiv der Bewegungsinitiativen der Stiftung Vital. Bei einer Abschlussveranstaltung wurde am 3. Dezember Bilanz gezogen: 79.000 Südtiroler/-innen konnten dazu animiert werden, mehr für ihre Gesundheit zu tun.
Vorgestellt wurden am 3. Dezember die Ergebnisse der Bewegungsinitiativen der Stiftung Vital im Jahr 2010, nämlich „gesund wandern“, „Zähl mit sei fit“ und „Mit dem Rad zur Arbeit“, die allesamt unter dem Leitmotiv „Schritt für Schritt gegen den inneren Schweinehund" standen.
Um allen Bewegungsmuffeln auf die Sprünge zu helfen, wurden von Mai bis Juni in allen Raiffeisenkassen Südtirols, in den Filialen der Volksbank und der Südtiroler Sparkasse 30.000 Schrittzähler kostenlos verteilt. Der Schrittzähler sollte dabei helfen, den inneren Schweinehund zu überlisten. Verknüpft waren damit auch ein online-Gewinnspiel, an dem sich rund 1000 Südtiroler/-innen beteiligten und eine Umfrage. „Dank der großzügigen Unterstützung durch die drei Südtiroler Bankinstitute ist es uns gelungen, sehr viele Menschen zu erreichen und zu regelmäßiger Bewegung zu animieren“, unterstreicht Franz Plörer, Direktor der Stiftung Vital.
Erfolgreich war im heurigen Jahr auch das Projekt „gesund wandern“ in den Gemeinden Bozen, Meran, Lana, Latsch und Klausen. Über 2000 Personen beteiligten sich daran und wanderten von März bis Ende Oktober regelmäßig ein Mal wöchentlich. 50 ehrenamtliche Helfer/-innen begleiteten die fleißigen Geher/-innen.
Interessante Initiativen in Betrieben gab es im Rahmen des Wettbewerbs „Mit dem Rad zur Arbeit“. Drei Unternehmen erhielten von der Stiftung Vital aufgrund der eingereichten Projekte die Auszeichnung zum „Fahrradfreundlichsten Unternehmen Südtirols“, und zwar die Gesundheitsbezirke Meran und Bruneck sowie der Unternehmerverband Südtirol. Auch wurden zwei Sonderpreise an die Fa. Sportler AG und an das Haus der Solidarität „Luis Lintner“ in Brixen vergeben (siehe beiliegende Begründung).
Im Rahmen der Abschlussveranstaltung der Stiftung Vital wurden auch neueste Umfrageergebnisse zum Bewegungsverhalten der Südtirolerinnen und Südtiroler präsentiert: Demnach bewegen sich die Menschen hierzulande zwar regelmäßig, aber immer noch zu wenig, um daraus langfristig einen gesundheitlichen Nutzen zu ziehen. „Laut der Weltgesundheitsorganisation „WHO“ sollten es 10.000 Schritte am Tag sein, um möglichst lange gesund zu bleiben und Volkskrankheiten wie der Zuckerkrankheit, den Herz-Kreislauferkrankungen oder auch der Entstehung von Tumoren entgegenzuwirken“, betont Gesundheitslandesrat Richard Theiner, der die Bewegungsprojekte der Stiftung Vital begrüßt.
Durchschnittlich legen 70 Prozent der Südtiroler/-innen weniger als 5.000 Schritte am Tag zurück. Immerhin gaben aber 45 Prozent bei der von den Stiftung Vital in Auftrag repräsentativen Studie an, jeden Tag mindestens 30 Minuten zu Fuß zu gehen. 23 Prozent gehen jeden zweiten Tag zu Fuß. Naturgemäß ist das Bewegungsverhalten in den Sommermonaten besser als im Winter.
Für 27 Prozent der Südtiroler/-innen (102.600 Personen) ist Bewegung wichtig, um sich fit zu halten, deshalb betreiben sie regelmäßig Sport. 13 Prozent der Befragten zählen zu den gesunden Bewegungsmuffeln: trotz wenig Bewegung geht es ihnen gut. 11,5 Prozent der Südtiroler/-innen sind nicht wirklich sportlich aktiv, ihnen ist aber bewusst, dass sie mehr tun sollten. Die übrigen neun Prozent der Befragten wollen sich zwar bewegen, begründen aber, warum sie dies nicht machen (siehe auch beiliegende Umfrageergebnisse).
Die Kampagne „Schritt für Schritt gegen den inneren Schweinehund“ bewirkte konkret, dass 20 Prozent der Gesamtbevölkerung, das sind 79.000 Personen, über ihr eigenes Bewegungsverhalten nachdachten. 15 Prozent (58.900 Südtiroler/-innen) über ihr persönliches Bewegungsverhalten in ihrem Umfeld redeten, und immerhin 7 Prozent, das entspricht 26.000 Personen, gaben an, ihr Bewegungsverhalten aufgrund der Kampagne geändert zu haben.
„Das ist ein Erfolg, den wir uns nicht zu erträumen gewagt haben“, freuen sich Stiftungsdirektor Plörer und die für die Bereiche Bewegung und Öffentlichkeitsarbeit zuständigen Mitarbeiterinnen der Stiftung Vital, Alexa Nösslinger und Renate Mayr.

Prämierung "Mit dem Rad zur Arbeit"

Sonderpreis "Mit dem Rad zur Arbeit"

Ehrenamtliche Helfer "gesund wandern"

Dr. Alexa Nösslinger Platter