Was sind architektonische Barrieren?
Die Beseitigung der architektonischen Barrieren ist ein in der Verfassung verankertes Recht des Bürgers.Unter architektonischen Barrieren versteht man alle Hindernisse, welche die Mobilität aller Personen beeinträchtigen wie zum Beispiel architektonische Elemente (Parkplätze, Türen, Treppen, Gänge), Gegenstände und Ausstattungen (Waschbecken, Schränke, WC-Schüsseln), das Fehlen von unterstützenden Maßnahmen (Handlauf, Hinweisschilder) oder Elemente, welche Grund für Unfälle sein können (ungünstige Oberflächen, nicht gekennzeichnete Glastüren, vorstehende Ecken).
Laut einer Studie der Europäischen Union wird ca. 20% der Bevölkerung in der Europäischen Union mehr oder weniger direkt durch architektonische Barrieren an der Teilnahme an verschiedensten Ge-legenheiten im Alltag behindert.
Barrierefreies Bauen sollte daher in der heutigen Zeit eine Selbstverständlichkeit sein, denn es kommt nicht nur Menschen mit Behinderungen und älteren Menschen zugute, sondern auch Familien mit Kinder- und Einkaufswagen oder Menschen mit vorübergehender Gehbehinderung.
Dabei ist es wichtig, folgende Grundregeln zu beachten:
| Vertikale Barrieren Höhenunterschiede sind Hindernisse insbesondere für ältere Menschen, Gehbehinderte und Roll-stuhlfahrer (Stufen, Bordsteinkanten, Schwellen usw.). Grundsätzlich sollen unvermeidbare Höhen-unterschiede mit Rampen oder mechanischen Fördersystemen entschärft werden. |
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Horizontale Barrieren Ungenügende Durchgangsbreiten wie schmale Türen und Flure führen oft zu einem unüberwindbaren Hindernis. Alle Bereiche sollen für Gehbehinderte mit Gehhilfen und Rollstuhlfahrer zugänglich sein. |
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| Anthropometrische Barrieren Bedienungselemente wie Griffe, Waschbecken, usw. sind oft zu hoch/ niedrig, visuelle Informationen wie Klingelplatten und Hausnummern oft in den falschen Montagehöhen angebracht. Auf die richtige Montagehöhe soll geachtet werden. |
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Räumliche Barrieren Ungenügende Bewegungsflächen wie zu kleine Räume, zu wenig Platz vor Waschbecken und Küchenanrichten, zu viel Mobiliar usw. behindern den Bewegungsfluss. Der erhöhte Platzbedarf muss berücksichtigt werden. |
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| Ergonomische Barrieren Ungeeignete oder fehlende Hilfen an Türen, an Möbeln und im Bad, zu lange Treppen ohne Sitzgelegenheit, keine Sitzgelegenheit in der Dusche usw. können durch geeignete Hilfsmittel beseitigt werden. |
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Sensorische Barrieren Unübersichtliche und undeutliche Gestaltung wie schlecht lesbare Informationen, ungenügende Beleuchtung, nicht kontrastreiche Farben, keine optischen Hinweise für Hörgeschädigte usw. sollen Anstoß sein, mehrere Sinne anzusprechen und auf klare und sinnvolle Gestaltung zu achten. |

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