Aktive Bürgerbeteiligung bringt Gesundheit
Forum Gesunde Gemeinde
Was hat Bürgerbeteiligung mit Gesundheit zu tun? Um diese Frage ging es beim Forum Gesunde Gemeinde am 17. November anlässlich der heurigen Bozner Gesundheitsmesse. Eingeladen waren neben Bürgermeister und Gemeindereferenten vor allem die Projektpartner der derzeit 14 Gesunden Gemeinden Südtirols. „Gesellschaften mit mehr Sozialkapital tendieren dazu, gesündere Gesellschaften zu sein“, unterstrich Karin Reis-Klingspiegl, Geschäftsführerin von Styria Vitalis in ihrem Impulsreferat zum Thema Bürgerbeteiligung. „Es geht um die Frage: Wie können und wollen wir miteinander in unserer Gemeinde leben?“, so Reis-Klingspiegl. Dabei betonte die Expertin dass es weniger um die Maßnahmen und Projekte selbst in einer Gemeinde gehe, sondern vielmehr um den Prozess wie diese entstehen.
Der Schweizer Gemeindepräsident Roland Weger illustrierte im Rahmen seines Vortrages wie gute Bürgerbeteiligungsprojekte funktionieren und welche Rahmenbedingungen dafür Voraussetzung sind. „Der Start und die Beendigung von Projekten mit BürgerInnen sind die wichtigsten Abläufe die es zu beachten gilt“, so Weger, „der letzte Eindruck einer durchgeführten Partizipation ist nämlich zugleich ausschlaggebend für den Einstieg in eine Neue.“ Abschließend betonte der Schweizer Experte die Wichtigkeit von Bürgerbeteiligung in einer Gemeinde, denn „eine lebendige und gesunde Gemeinde beruht auf Partizipation“.
Eine Podiumsdiskussion zum Thema Bürgerbeteiligung in Südtirols Gemeinden rundete schließlich die Veranstaltung ab. Roselinde Gunsch-Koch, Vizebürgermeisterin von Taufers und Projektleiterin Gesunde Gemeinde, verwies auf die Wichtigkeit ständiger Kommunikation in solchen Prozessen: „Man muss mit der Bevölkerung immer wieder von Neuem kommunizieren und das den BürgerInnen das Projekt vorstellen“, so Gunsch-Koch. Oswald Schiefer, Präsident der Bezirksgemeinschaft Unterland-Überetsch, berichtete von Gesunde-Gemeinde-Projekte, die in Kurtatsch umgesetzt wurden und bei der Bevölkerung auf große Begeisterung stießen. „Bürgerbeteiligung ist uns wichtig, auch wenn sie mühsam ist“: Dies unterstrich auch die Bürgermeisterin von St. Martin, Rosmarie Pamer. Die Gemeinde möchte im Rahmen des Projektes Gesunde Gemeinde vor allem Kinder und Jugendliche zu Wort kommen lassen. Dazu sind mehrere Erhebungen in Zusammenarbeit mit der Grund- und Mittelschule sowie mit dem Jugendtreff von St. Martin im Gange. Paul Schwingshackl, Bürgermeister und Projektmitarbeiter von Gsies, verwies auf die guten Ergebnisse, die in der Gesunden Gemeinde Gsies durch echte Bürgerbeteiligung erreicht wurde: „Eine Rücklaufquote bei einem Fragebogen zur Lebensqualität in Gsies von über 60 Prozent zeigt, dass die Bevölkerung sehr wohl mitreden und mitgestalten will, wenn man sie lässt“, so der Bürgermeister. Er freue sich, nun im nächsten Projektschritt in Form von Arbeitsgruppen die einzelnen Themen aufzugreifen und gemeinsam nach neuen und innovativen Ansätzen zu suchen.
In dieselbe Kerbe schlug auch Gemeindeverbandspräsident Arno Kompatscher: „Die Bevölkerung in die Projektgestaltung miteinzubeziehen ist ein Garant dafür, dass die Maßnahmen auch den Bedürfnissen dieser entsprechen“, so Kompatscher.
Vortrag Weber.ppt
Vortrag im Rahmen des Forums Gesunde Gemeinde
Roland Weber, Gemeindepräsident von Alvaneu Dorf
Vortrag im Rahmen des Forums Gesunde Gemeinde
Roland Weber, Gemeindepräsident von Alvaneu Dorf
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Forum GG 2011 Referat Karin Reis Klingspiegl.pdf
Referat im Rahmen des Forums Gesunde Gemeinde
Mag.ra Karin Reis-Klingspiegl, Styria Vitalis
Referat im Rahmen des Forums Gesunde Gemeinde
Mag.ra Karin Reis-Klingspiegl, Styria Vitalis
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Dr. Martina Vieider










