
„Jule für eine gesunde Schule“
Im Rahmen der Messe Bozen Hotel wählten die Schüler der LEWIT Meran bei einer Kostprobe am Stand der Südtiroler Bäckerinnung aus vier Sorten ihr künftiges Pausenbrot aus.Anfang des Schuljahres entschlossen sich die Schüler der LEWIT Meran gemeinsam mit der Stiftung Vital ein Konzept für eine gesunde Pause und ein gesundes Essen zu entwickeln. Es entstand die Idee, die Schule mit frischem Brot zu beliefern. Der Auftrag ging an die Landesberufschule Emma Hellenstainer, vier neue Rezepte zu entwickeln.
Eine für das Schulprojekt an der LEWIT eigens eingesetzte Steuerungsgruppe gab bei der Verkostung der vier Brotsorten ihre Bewertung ab. Als Sieger ging das Rezept von Stefan Nössing hervor.
Das Brot wird den Namen Jule - für eine gesunde Schule tragen. Bei der Vollversammlung der Bäckerinnung, im Rahmen der Messe Hotel Bozen, konnten sie sich die Bäcker selbt ein Bild des ausgewählten Brotes machen. Dort wurde das Projekt Gesunde Pause, das im heurigen Schuljahr von der LEWIT zusammen mit der Stiftung Vital umgesetzt wird, vorgestellt.
Das Projekt geht weiter: In kürze wird ein Meraner Bäcker die Schülerinnen und Schüler der LEWIT Tag für Tag mir frischem Brot, belegt mit gesunden Zutaten, beliefern.
Für die Verteilung sorgen die Schüler der fünften Klassen und werden dafür am Umsatz beteiligt. „Wir sind grundsätzlich davon überzeugt, dass gesundes Essen wichtig ist und versuchen nun in Zusammenarbeit mit der Stiftung Vital, den Eltern und externen Partnern die Essgewohnheiten in einem fächer-, klassen- und schulübergreifenden Projekt nachhaltig und positiv zu verändern“, betont die Direktorin der LEWIT, Eva Brunnbauer. Bei der Vorstellung des Projektes bedankte sich der Präsident der Stiftung Vital, Florian Zerzer, beim Kaufleuteverband und der Südtiroler Bäckerinnung für ihre Unterstützung.
Im Verlauf des Schuljahres werden die Schülerinnen und Schüler eine eigene Wort-Bild-Marke sowie ein Evaluations-, Marketing- und Kommunikationskonzept zum Projekt „Gesunde Pause“ ausarbeiten. Die Fäden in der Hand zieht dabei die Steuerungsgruppe mit den Schülervertretern Sophie Eisenstecken, Maria Lamprecht, Florian Obkircher, Christine Thaler, Anna Tschöll und Michaela Stocker, den Etlernvertreterinnen Monika Nischler Pföstl und Angelika Pircher sowie den Lehrerinnen Ruth Pinzger, Angelika Windegger und der Schuldirektorin.

Gesunde Jause – die gesamte Schulgemeinschaft hilft mit
Statt Fertigkost aus dem Automaten entwickelten die Schülerinnen und Schüler der LEWIT gemeinsam mit der Stiftung Vital ein gesundes Pausenbrot mit dem Namen Jule. Im Beisein von Gesundheitslandesrat Richard Theiner, Franz Plörer, Direktor der Stiftung Vital und Eva Maria Brunnbauer, Direktorin an der LEWIT, wurden am heutigen 21. Mai der erfolgreiche Abschluss des Projektes präsentiert.„Dass die Schülerinnen und Schüler an der LEWIT selbst die Voraussetzung für eine gesunde Pause geschaffen und das Projekt gemeinsam mit Partnern umgesetzt haben, ist vorbildlich und beispielgebend. So die Aussage von Gesundheitslandesrat Richard Theiner bei der heutigen Vorstellung des Projektes. Er hofft dass das Beispiel Schule macht und in möglichst vielen Einrichtungen in Südtirol Nachahmung findet.
Im vergangenen Herbst entschloss sich die LEWIT in Meran zusammen mit der Stiftung Vital, ein Konzept für eine gesunde Pause zu entwickeln. Der Wunsch kam von den Schülerinnen und Schülern selbst, die sich nicht mehr mit den Fertigprodukten aus dem Automaten zufrieden geben wollten. Dann ging es Schlag auf Schlag: Eine Projektsteuerungsgruppe mit Schülerinnen und Schülern, Lehrpersonen und Elternvertreterinnen wurde ins Leben gerufen und in
Zusammenarbeit mit der Berufsschule Emma Hellenstainer in Brixen ein eigenes Bio-Pausenbrot geschaffen. Die Schülerinnen und Schüler selbst haben das Projekt gemeinsam mit den Lehrer selbst entwickelt und umgesetzt“, unterstrich die Projektleiterin der Stiftung Vital, Elfriede Kirmaier.
Für das neue Brötchen erarbeiteten die Klassen der Fachrichtung Werbegrafik ein Logo und einen Namen: Jule für jung und Lewit. Aber nicht nur: Die Schülerinnen und Schüler kümmern sich auch um den Vertrieb. Die Brötchen werden von der Schnalser Bäckerei, die sich in unmittelbarer Nähe der LEWIT befindet, hergestellt und belegt. Der Bäcker liefert neben den Broten auch Obst und Joghurt täglich frisch an die Schule. Dabei wird Wert auf die regionale Herkunft aller Produkte gelegt. Die Schülerinnen und Schüler der fünften Klassen sorgten für den Verkauf an der Schule. Seit Ostern sind die vierten Klassen am Zug. Anfangs gab es noch organisatorische Schwierigkeiten, aber mittlerweile sind wir ein eingespieltes Team; jeder weiß, was er zu tun hat, so Florian Obkircher, Koordinator und Schüler der fünften Klasse.
Die Direktorin der LEWIT, Eva Maria Brunnbauer, hob bei der Pressekonferenz den Teamgeist, der sich im Zuge des Projektes entwickelt hat, positiv hervor: Vordergründig ging es uns um eine gesunde Pause an der Schule, aber mittlerweile hat sich aus dem Projekt eine Plattform entwickelt, bei der alle Fachrichtungen, alle Lehrkräfte und die Eltern zusammenarbeiten. So spielte das Thema Essen im Verlauf des Schuljahres in einigen Fächern eine wichtige Rolle. Positiv überrascht über soviel Einsatz und Selbstverantwortung waren auch die Persönlichkeiten aus Schule, Politik und Wirtschaft, die zur Pressekonferenz an der LEWIT erschienen waren. In der ganzen Art der Umsetzung hat dieses Projekt Vorbildcharakter für andere Schulen, so der einhellige Tenor.
Detail am Rande: Mit Jule haben die Schülerinnen und Schüler nicht nur etwas Gutes für ihre Gesundheit getan, sondern sie haben sich auch die Maturareise mit finanziert. Fünf Prozent aus dem vom Verkauf der Brötchen erwirtschafteten Umsatz gehen als Spende von der Bäckerei an die Fünftklässler.

Dr.in Ivonne Dauru Malsiner
DDr.in Michela Morandini
