
Gemeinsam gesund
EURAC analysiert die Lebensqualität in Südtirol und GraubündenWie ist es um die Gesundheit von Bürgerinnen und Bürger in Südtirol und im Schweizer Kanton Graubünden bestellt? Was bedeutet Gesundheit und Lebensqualität für jene, die maßgeblich Einfluss darauf nehmen? Ein grenzüberschreitendes Interreg-IV-Projekt, an dem sich jeweils fünf Gemeinden aus der Schweiz und fünf Südtiroler Gemeinden beteiligen, soll aufklären und Führungskräfte in den Bereichen Politik, öffentliche Verwaltung, Schule, Gesundheitswesen, Medien und Wirtschaft sensibilisieren.
Im Auftrag der Stiftung Vital, die als Kompetenzzentrum für Gesundheitsförderung mit der Umsetzung des Projekts in den fünf Südtiroler Gemeinden Taufers, Abtei, Vahrn, St. Martin und Truden betraut ist, führt das EURAC-Institut für Public Management eine landesweite Online-Erhebung zu den unterschiedlichen Einflussfaktoren für Lebensqualität durch. Zielgruppe der Befragung sind ausgewählte Schüsselpersonen in Südtirol und Graubünden, die Verantwortung in Unternehmen/Organisationen tragen sowie Bürgerinnen und Bürger, die sich durch ein hohes Maß an gesellschaftlichem Engagement auszeichnen.
In einer Fokusgruppe identifizierten die EURAC-Wissenschaftler eingangs einflussnehmende Bereiche für die Schaffung von Lebensqualität, die sich im Fragebogen wiederfinden: körperliche, psychische und soziale Gesundheit, Familie und Beruf, Lebensraum, Politik, Bildung, Kultur sowie das persönliche Konsumverhalten.
Ziel der grenzüberschreitenden Erhebung ist es herauszufinden, wie meinungsbildende Akteure Lebensqualität wahrnehmen, wie wichtig diese für sie ist und welche Rahmenbedingungen dafür verantwortlich sind. Der anonyme Fragebogen, den die ausgewählten Personen innerhalb September online ausfüllen können, enthält 49 Fragen. Erste Ergebnisse werden im Oktober erwartet.

Dr. Martina Vieider